Freiburg, 22. Mai 2003. Die Caritas in der Demokratischen Republik Kongo versorgt in der Stadt Bunia in der Konfliktregion Ituri die Vertriebenen mit Nahrungsmitteln, Plastikplanen, Decken, Haushaltsgegenständen und Kleidung. "Es sind Menschen, die vor den Übergriffen aus ihren Häusern fliehen mussten und alles verloren haben", erklärte der stellvertretenden Generalsekretär der Caritas Kongo, Dr. Bruno Miteyo, heute in einem Telefonat. Die Caritas bringt die Hilfsgüter mit kleinen Charterflugzeugen aus der Stadt Goma nach Bunia. Zur Unterstützung der lokalen Caritas in Bunia hat die Caritas Kongo weitere Mitarbeiter aus Kinshasa in die Kriegsregion entsandt. Insgesamt sind inzwischen 75.000 Menschen vor den Kämpfen und Übergriffen geflohen.
"Das größte Problem für uns ist die noch immer mangelnde Sicherheit in der Region", sagt Bruno Miteyo. "Die Unruhen müssen schnell zu einem Ende kommen. Wir brauchen weitere Friedenstruppen, um die Situation zu stabilisieren und einen dauerhaften Frieden herzustellen. Es ist ja nicht nur Ituri. Regelmäßig kommt es auch in anderen Regionen zu Kämpfen. Über die Situation im Irak und den Kampf gegen den Terror sollte die Welt den Krieg im Kongo nicht vergessen."
In der Region Ituri und der Stadt Bunia haben die seit Monaten schwelenden Konflikte zu massiven Kämpfen zwischen verschiedenen Volksgruppen geführt. Die vor Ort befindlichen UN-Blauhelme waren nicht mehr in der Lage, die Übergriffe auf die Bevölkerung und die Plünderungen zu verhindern. Von den Unruhen waren auch die Einrichtungen der katholischen Kirche und der Caritas betroffen.
Christoph Klitsch-Ott, Referent für Zentralafrika bei Caritas international, hält sich momentan im Ostkongo auf und steht für Interviews zur Verfügung.
Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden mit Stichwort "
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 online unter: http://spende.caritas-international.de
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